Die Trovarit AG hat die Ergebnisse der Studie „ERP in der Praxis 2024/25“ veröffentlicht. Über 1.700 Anwender bewerteten mehr als 40 ERP-Lösungen. Während die Software selbst positiv abschneidet, gibt es Kritik an den Serviceleistungen der Anbieter, der mobilen Nutzbarkeit und der Performance. Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt als wichtiger Trend zunehmend an Bedeutung.
Eine aktuelle Studie zeigt: Die Anwenderzufriedenheit mit ERP-Systemen bewegt sich zwischen „Top-Bewertung“ und „Ernüchterung“. Über 1.700 Unternehmen haben ihre ERP-Lösungen bewertet und dabei Licht und Schatten auf den ERP-Markt geworfen. Welche Systeme können die Erwartungen der User erfüllen und wo bleiben sie hinter den Anforderungen zurück?
ERP-Systeme sind zentrale Bausteine moderner Unternehmensinfrastruktur. Sie integrieren verschiedene Geschäftsprozesse und ermöglichen eine reibungslose Kommunikation und Datenverarbeitung innerhalb eines Unternehmens. Dabei sollten sich Nutzenbeitrag der ERP-Lösung und die täglichen Herausforderungen im ERP-Einsatz allerdings die Waage halten, ansonsten haben Unternehmen nichts gewonnen.
Im letzten Jahr sorgte die SAP-Meldung Innovationen, vor allem im Bereich der Künstlichen Intelligenz nur noch für Cloud-Kunden zur Verfügung zu stellen, für Furore. Während der Cloudbetrieb Software-Anbietern erhebliche Vorteile bietet – wie z.B. die schnellere, flexiblere und kosteneffizientere Bereitstellung ihrer Produkte – wird er anwenderseitig immer noch mit erheblichen Sicherheitsrisiken verbunden. Wie der Cloud-Einsatz in deutschen Unternehmen aktuell aussieht, hat die Studie ERP in der Praxis untersucht.
Software-Projekte sind nötig, um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu erhalten. Doch schon im Vorfeld solcher Projekte ist klar, es wird eine stete Herausforderung, Zeitplan und Aufwand in Grenzen zu halten. Ein Projekt-Audit kann hier wertvolle Unterstützung bieten: Es dient dazu die Effizienz, Wirksamkeit und den Fortschritt eines Softwareprojekts zu bewerten. So ist man sofort am Ball und kann gegensteuern, falls das Projekt aus dem Ruder zu laufen droht.
Die Anwendungsentwicklung mittels Low-Code-Plattformen zu vereinfachen, ist eigentlich ein alter Schuh. Seit fast zehn Jahren sollen solche Plattformen selbst Laien dabei behilflich sein, neue Anwendungen zu erstellen. Und in Zeiten von Fachkräftemangel, v.a. im Entwicklungsumfeld, erleben die Low-Code-Plattformen einen neuerlichen Boom. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob solche Self-Made-Applikationen ERP-Lösungen bald überflüssig machen können.
ERP-Lösungen unterstützen Unternehmen dabei, ihre Geschäftsprozesse digital abzubilden und zu verwalten. Unternehmen setzen die Lösungen durchschnittlich etwa 13 Jahre lang ein. Angesichts dieser langen Nutzungsdauer ist eine regelmäßige Modernisierung der ERP-Infrastruktur durch (kleinere) Updates sowie von Zeit zu Zeit (größere) Release-Wechsel unbedingt notwendig, will man kein Dasein im Schatten des technologischen Fortschritts fristen.
Fragt man den Autohändler nach den Kosten für einen Neuwagen, kann er diese Frage meist nicht genau beantworten. Denn je nach Modell und Ausstattung kann hier eine große Spanne liegen. Ähnlich verhält es sich beim „Kauf“ einer ERP-Lösung. Hier haben zahlreiche Faktoren wie etwa der Funktionsumfang, die Anzahl der Nutzer, etwaige Anpassungen, sowie Schulung und Wartung Einfluss auf die Gesamtkosten.
Kleinere ERP-Systeme werden besser bewertet als große. Am stärksten in der Kritik steht die mobile Nutzung. Trendthemen wie Künstliche Intelligenz bilden Unternehmen eher in externen Modulen ab, berichtet Dr. Karsten Sontow, Vorstandsvorsitzender des Consultinghauses Trovarit AG. | Interview zur ERP-Studie „ERP in der Praxis – Anwenderzufriedenheit, Nutzen und Perspektiven“
Je komplexer die unternehmensweite Standardsoftware (ERP) ist, desto schwieriger werden die Release-Wechsel. Unternehmen sollten daher ihre Systeme möglichst nahe am Standard fahren, empfiehlt Dr. Karsten Sontow, Vorstandsvorsitzender des Consultinghauses Trovarit AG.
Welche Investitionsschwerpunkte, KI-, Cloud- und Softwaretrends die Modernisierung der ERP-Landschaft prägen.
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