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5 Fragen entscheiden über Storage-as-a-Service

Datenmanagement flexibler und einfacher gestalten – das verspricht Storage as a Service. Der Speicherspezialist Pure Storage nennt fünf Fragen, die Unternehmen bei der Auswahl einer solchen Lösung stellen sollten.

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Quelle: nmedia | shutterstock.com

Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung legen Unternehmen bei ihren Beschaffungsentscheidungen großen Wert auf Einfachheit und Flexibilität. Sie müssen daher Wege finden, um Vorabinvestitionen, übermäßige Bereitstellung, störende Wartung und Upgrades, teure Migrationen, Ausfallzeiten und Verschwendung zu vermeiden. All dies erhöht die Komplexität und das Risiko von Speicherlösungen und verringert den Return on Investment.

Das As-a-Service-Konzept für On-Premises-Infrastrukturen hat in den letzten Jahren stark an Popularität gewonnen. Ein Gartner-Report zeigt, dass bis 2025 mehr als 70 Prozent der Speicherkapazitäten in Unternehmen als verbrauchsbasierte Angebote bereitgestellt werden. Im Jahr 2021 waren das weniger als 40 Prozent. Allerdings sind nicht alle Storage-as-a-Service-Angebote gleich.

In Anbetracht der entscheidenden Bedeutung der Datenspeicherung sollten sich Unternehmen nach Meinung von Pure Storage fünf Fragen stellen, bevor sie sich für ein Storage-as-a-Service-Angebot entscheiden:

1. Kaufe ich Produkte oder Ergebnisse?

Vor dem Kauf von On-Premises-Speicherhardware oder -software sollten sich Entscheider mit den Marken und Produkten der Anbieter sowie mit den verschiedenen Leistungs- und Skalierungsanforderungen vertraut machen. Sie müssen ihre Hausaufgaben machen, um zu wissen, was sie erwarten können, wenn das System geliefert wird.

Bei Storage-as-a-Service kaufen Unternehmen Ergebnisse. Dazu gehören die folgenden Punkte:

  • Speichertyp (Block, Datei, Objekt)
  • Workflow-Performance
  • Verbrauchte Kapazität
  • Laufzeit des Abonnements (idealerweise zwischen einem und fünf Jahren)

Tipp: Meiden Sie Anbieter, die technische Spezifikationen im Gegensatz zu den Ergebnissen verkaufen. Echtes Storage-as-a-Service sollte sich an Ihrer Datenstrategie orientieren und diese ergänzen. Sie sollten Zeit und Ressourcen für die Verwaltung der Speicherinfrastruktur freisetzen, damit Sie sich auf das konzentrieren können, was für Ihr Geschäft wichtig ist.

2. Service Level Agreements versus Service Level Objectives

Public-Cloud-Kunden sind mit Service-Level-Agreements vertraut – den Verpflichtungen zur Verfügbarkeit oder auch zur Leistung. Es handelt sich dabei um rechtliche Vereinbarungen, die Anbieter mit ihren Kunden zu messbaren Parametern wie Betriebszeit, Kapazität und Leistung treffen. Sie sind die Verpflichtung, die durch eine speziell im Servicevertrag enthaltene Garantie abgesichert ist. Service Level Agreements beinhalten nicht nur die Behebung des Problems, sondern auch klar definierte Konsequenzen in Form von Servicegutschriften.

Service-Level-Ziele, auch Service Level Objectives genannt, sind Zielvorgaben für den Service. Sie sind meist höher angesetzt als die zugesagten Service Level Agreements, stellen aber keine vertraglichen Verpflichtungen dar. Es handelt sich um Ziele, die es bei der Nutzung der Dienste zu erreichen oder übertreffen gilt.

Tipp: Vergewissern Sie sich, dass der Anbieter seinen Worten auch Taten folgen lässt. Verlangen Sie konkrete Zahlen. Viele Anbieter bieten „bestmögliche“ oder „wirtschaftlich sinnvolle“ Service Level Objectives an. Service Level Agreements brauchen aber Verpflichtungen und Strafen für deren Nichterfüllung. Darüber hinaus sollten Service Level Agreements klar und transparent sein, so dass die Kunden sie selbst überwachen und visualisieren können.

3. Wie führe ich ein Upgrade und eine Aktualisierung von Software und Hardware durch? Wird das zu einem Ausfall führen?

Eine weitere Frage sollten sich Unternehmen in diesem Zusammengang stellen: „Was nützen Service Level Agreements, wenn man dafür ein Austausch- und Wartungsfenster einplanen muss?“ Dies bedeutet koordinierte Ausfallzeiten für den Anbieter, um technische Änderungen oder Wartungsarbeiten an den Geräten vorzunehmen (etwa Patches, Upgrades, Aktualisierungen oder Updates von Drittanbietern). Umfasst die Betriebszeit ausschließlich geplante Ausfallzeiten, handelt es sich nicht um ein gut passendes Service Level Agreement.

Ein Cloud-ähnlicher Speicherservice sollte niemals „geplante Ausfallzeiten“ oder Ausfallfenster erfordern, um routinemäßige Software-, Hardware-Upgrades und Wartungsarbeiten durchzuführen.

Tipp: Stellen Sie sicher, dass routinemäßige Aktualisierungen/Upgrades keine mit dem Anbieter abzustimmende geplante Ausfallzeit erfordern. Akzeptieren Sie keine Kompromisse bei den Service Level Agreements.

4. Bezahle ich nur für das, was ich verbrauche?

Indem Unternehmen nur für das bezahlen, was sie verbrauchen, erhalten sie eine gute Kontrolle über Budgetierung und Prognosen und vermeiden das Risiko und die Kosten einer übermäßigen Bereitstellung. Sie sollten auch in der Lage sein, ihre Reserveverpflichtungen zu erweitern, um ihren geschäftlichen Anforderungen gerecht zu werden oder ihre Kosten weiter zu optimieren, ohne dass sie eine Vertragsverlängerung in Kauf nehmen müssen. Zudem sollten sie jederzeit in der Lage sein, ihren Verbrauch zu messen und zu verfolgen.

Wenn der Anbieter Kunden Zahlungsbedingungen für den Verbrauch nach Bedarf anbietet, sich die Unternehmen aber immer noch um den „Day Two“-Betrieb kümmern müssen, ist das keine echte Storage-as-a-Service-Erfahrung. Einige Anbieter nutzen Machine Learning, um Probleme proaktiv zu erkennen und zu beheben, bevor sie sich auf das Unternehmen auswirken. Gartner hat für diese Betriebsvariante 2016 den Begriff „AIOps“ geprägt (Artificial Intelligence Operations).

Weitere Faktor, die sich auf die Gesamtbetriebskosten auswirken, sind der Stromverbrauch, die Kühlung und der Elektroschrott, mit dem Unternehmen zu kämpfen haben. Eine zeitgemäße Architektur eliminiert bereits die in der Branche übliche Methode der Speicheraufrüstung durch den Austausch und die Verschrottung bestehender Systeme. Einige Anbieter übernehmen die Verantwortung für die Aufrüstung und Wiederverwendung von Hardware, so dass sich Kunden keine Gedanken über Elektroschrott machen müssen. Darüber hinaus reduzieren sie den Energie- und Platzbedarf im Rechenzentrum, indem sie nur die benötigte Kapazität bereitstellen und die Geräte passend dimensionieren.

Tipp: Die Preisgestaltung sollte transparent und fair sein. Lassen Sie sich nicht von unterschiedlichen Preiskonditionen täuschen, etwa für mitlaufende und nicht mitlaufende Kapazitätserweiterungen. Vergewissern Sie sich außerdem immer, dass eine Mindestkapazitätsverpflichtung erforderlich ist, unabhängig von der Messmethode des Anbieters. Da Kosteneffizienz einer der wichtigsten Faktoren für Storage-as-a-Service ist, sollten Sie auch den Zeitaufwand, den Aufwand und den Elektroschrott im Zusammenhang mit dem gesamten Lebenszyklus Ihrer Speicherinfrastruktur berücksichtigen.

5. Überwacht der Anbieter meinen Verbrauch und liefert ab einer bestimmten Kapazitätsschwelle automatisch zusätzliche Kapazität?

Einige Anbieter überwachen die Infrastruktur des Anwenders kontinuierlich und behoben Leistungs- oder Kapazitätsprobleme proaktiv. Bei Pure Storage nennt sich dieses Angebot Evergreen One.

Tipp: Servicekontinuität ist ein entscheidendes Attribut jedes As-a-Service-Angebots. Die verfügbare Speicherkapazität ist die wichtigste Kennzahl zur Gewährleistung der Kontinuität. Fragen Sie den Anbieter, ob er Ihre Auslastung überwacht und proaktiv zusätzliche Kapazität bei einem vordefinierten Auslastungsschwellenwert bereitstellt.

In Summe geht es bei der Transformation darum, betriebliche Innovationen mit technischen Innovationen zu verbinden, um die Effizienz und Produktivität zu verbessern. Echtes Storage-as-a-Service verändert das Speichermanagement von Grund auf, indem es Agilität und Einfachheit in den Datenbetrieb bringt. Proaktive Services auf Basis von Machine Learning machen die zugrundeliegende Komplexität der Dateninfrastruktur unsichtbar und eliminieren die Belastung durch die tägliche Speicherverwaltung über den gesamten Service-Lebenszyklus. IT-Teams können sich auf Geschäftsergebnisse statt auf die Infrastruktur konzentrieren. Jürgen Frisch


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