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Low-Code erleichtert Technical Data Management

Pläne, Handbücher und 3D-Modelle: Content-Management-Systeme steuern den Informationsfluss in der Industrie. In Low-Code-Plattformen modellieren Mitarbeiter aus den Fachabteilungen die dazugehörigen Workflows ohne aufwändiges Programmieren.

Quelle: Khanchit Khirisutchalual | www.istockphoto.com

Die IT-Fachkräfte für die Digitalisierung sind vielerorts dünn gesät. Laut einer Studie von Gartner sehen die IT-Verantwortlichen diesen Mangel als das größte Hindernis dafür, neue Technologien einzuführen. Als Folge droht ein Digitalisierungsstau. Einen Ausweg finden Unternehmen in Plattformen, die eine Softwareentwicklung mit Low-Code und No-Code ermöglichen. In diesen standardisierten Engineering-Umgebungen können Mitarbeiter aus den Fachabteilungen ohne umfassende Programmierkenntnisse Anwendungen erstellen oder anpassen. In der Industrie dienen derartige Systeme unter anderem als Grundlage für Technical Data Management. Ein Rollen- und Rechtekonzept regelt dabei, wer welche Inhalte sehen, bearbeiten, prüfen oder freigeben darf.

Fabasoft Approve, Anbieter des gleichnamigen cloudbasierten Dokumentenmanagement-Systems, führt aus, wie Unternehmen Low-Code-Plattformen in drei Schritten produktiv setzen.

1. Prozesse modellieren

Zu einer Low-Code-Plattform gehört ein grafischer Prozesseditor. Die Mitarbeiter modellieren damit eigenständig individuelle Workflows. So entsteht die Grundstruktur für smartes Technical Data Management. Das betrifft unter anderem Pläne, Handbücher, 3D-Modelle und Spezifikationen. Die Workflows lenken den Informationsfluss für interne und externe Stakeholder.

2. Dokumente intelligent steuern

Für einzelne Dokumententypen lassen sich spezielle Verhaltensregeln festlegen. Diese steuern die Bearbeitung über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Es handelt sich dabei zum Beispiel um Aufbewahrungsfristen für Verträge und um Regeln für das Löschen dieser Daten. Diese Vorgaben unterstützen die Mitarbeiter im Hinblick auf gesetzliche Vorgaben und Compliance-Anforderungen.

3. Smarte Formulare nutzen

Durch das Konfigurieren in visuellen Editoren erstellen die Verantwortlichen aus den Fachabteilungen Checklisten, Prüfpläne oder Abnahmeprotokolle für den ortsungebundenen Einsatz am Laptop, Tablet oder Smartphone. Mittels Low-Code gelingt es, Feldvalidierungen und Berechnungen durchzuführen. Damit lassen sich auch komplexe Use Cases umzusetzen. So fordert das System beispielsweise eine zusätzliche Freigabe ein, wenn etwa ein Vertrag eine bestimmte Summe übersteigt.

Zertifikate belegen die Cloud-Sicherheit

Einige Low-Code- und No-Code-Plattformen laufen in der Cloud. Bei der Auswahl des Cloud-Providers sind Entscheidungsträger gut beraten, wenn sie auf folgende Zertifikate und Testate achten, die ein hohes Maß an Sicherheit belegen: ISO 27001 und ISO 27018 für Informationssicherheit und Datenschutz, das C5-Testat vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie den EU Cloud Code of Conduct (CoC), Level 3. Der EU Cloud CoC ist ein umfassender Verhaltenskodex der europäischen Cloud-Industrie, der die einheitliche Durchsetzung von Datenschutzstandards auf Basis der europäischen Datenschutz-Grundverordnung als höchste Priorität sieht.

„Low-Code- und No-Code-Plattformen beschleunigen die Entwicklung und Anpassung von Anwendungen und entlastent zudem die hauseigene IT-Abteilung“, erklärt Andreas Dangl, Geschäftsführer, Fabasoft Approve GmbH. „Unternehmen können mit dieser Technologie ihre digitale Transformation aktiv vorantreiben.“ Jürgen Frisch


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