Gute Entwickler vermeiden 6 typische Fehler

Bitte nicht nachmachen! Viele Software-Entwicklungsprojekte leiden unter Fehlern, die immer wieder auftreten. Um Wiederholungstäter abzuhalten, erläutert der IT-Dienstleister Avision einige besonders beliebte Schnitzer.

testmanagement_trovarit
Quelle: SARINYAPINNGAM | www.istockphoto.com

Auch Entwickler machen Fehler. Manche davon sind besonders weit verbreitet. Um eine künftige Wiederholung zu vermeiden, erläutert der IT-Dienstleister Avision einige außerordentlich beliebte Schnitzer in Software-Entwicklungsprojekten:

1. Weil sie einfach nett sind und der Product Owner oder die Fachabteilung es sich so sehr wünschen, nehmen Entwickler kurz vor Ende des Sprints noch einmal eine neue Anforderung auf. Das ist keine gute Idee, denn am Ende verursacht dann genau ihre Umsetzung einen Fehler. Besonders häufig passiert das bei ganz kleinen Anforderungen, die unproblematisch erscheinen und deshalb nicht wirklich ernst genommen werden.

2. Ebenfalls ein beliebter Last-Minute-Fehler: kurz vor Ende des Entwicklungsprojekts noch eine Komponente austauschen. Bei einem Framework, das wir verwenden, ist ein Bug aufgetaucht? Dann nehmen wir eben eine neuere Version davon. Leider stellt sich dann oft raus, dass diese Version fünf andere Bugs hat.

3. „Ich hab‘ da mal schnell was angepasst, weil es nicht schön war.“ Das klingt nach lobenswerter Eigeninitiative, geht aber allzu oft nach hinten los. Bei solchen Aktionen schreiben Entwickler nämlich meist keine Testfälle und kontrollieren auch nicht, welche Auswirkungen ihre Anpassungen auf den Rest der Software haben.

4. Das Entwicklungsprojekt hat zeitlichen Verzug? Dann wechseln wir einfach vom konservativen zum agilen Vorgehen, Agilität ist ja schließlich ein Garant für schnelle Entwicklung. Das stimmt leider allzuoft nicht. Agil entwickeln heißt, die Bedürfnisse der Nutzer besser zu erfüllen, weil man flexibler ist. Agilität sorgt dafür, dass man das Ziel genauer trifft, nicht schneller.

5. Ein weiterer häufiger Versuch, zeitlichen Rückstand aufzuholen, ist das Aufstocken des Teams. Das kann klappen, wenn man das Team von zehn auf elf Mitarbeiter erhöht. Aber fünf neue Mitarbeiter sind zu viel des Guten. Sie alle müssen sich einarbeiten, und dadurch erhöht sich der Kommunikationsaufwand im Team deutlich. Außerdem brauchen manche Prozesse einfach eine bestimmte Zeit – ganz egal, wie viele Personen daran arbeiten.

6. Vermeintliche Zeitersparnis zum Dritten: Um schneller zu sein, setzt das Team beim Testen der Software verstärkt auf Testautomatisierung. Hier verhält es sich ähnlich wie bei der Agilität: Durch automatisierte Tests wird der Code besser, aber er ist nicht schneller fertig. Da die Teams zusätzlich zum Code die Testfälle entwickeln müssen, kommen sie in Summe auch nicht schneller voran.

„Aus Fehlern wird man klug – und besonders klug wird man, wenn man aus den Fehlern anderer lernt“, erläutert Nadine Riederer, CEO des IT-Dienstleisters Avision. „Manchmal zahlt man in Entwicklungsprojekten Lehrgeld. Es ist aber vernünftig, diese Ausgaben so niedrig wie möglich zu halten.“ Jürgen Frisch

Der Autor

Verwandte Artikel

Alle 14 Tage von unserer Redaktion in Ihr Postfach. 

16.10.2026 | 10:00 - 10:45 Uhr | Live-Webinar
Business-KI-Plattformen – Marktüberblick, Auswahl und Implementierung
Wie finden Unternehmen die passende Business-KI-Plattform? Das Webinar zeigt, wie sich Anbieter systematisch vergleichen, Anforderungen definieren und KI-Lösungen erfolgreich auswählen.
business software ki-zeitalter
Artikel
Business Software im KI-Zeitalter: Woran Anwender echte KI-Fähigkeit erkennen

Wie Anwender echte KI-Fähigkeit in Business Software erkennen und Marketingversprechen besser einordnen.

Artikel
KI-Reifegradmodell: Wie sich Unternehmensintelligenz entwickelt

Reifegradmodell für KI: Wie Unternehmen künstliche Intelligenz organisatorisch einbetten und schrittweise wirksam machen.

Whitepaper
IT-Matchmaker®.guide KI-Lösungen für Business Software 2026

Guide zu KI-Lösungen für Business Software mit Fachbeiträgen, Anwendungsfällen & Projektbeispielen

Mehr zum Thema

Künstliche Intelligenz verändert die CEO-Rolle

MES-Auswahl: Produktionstrends verändern die Spielregeln

ERP-Systeme als Datenbasis für Digital Factories

Information

Vielen Dank für Ihre Webinaranmeldung.

Wir prüfen die Verfügbarkeit und senden Ihnen in Kürze eine Mail mit den Webinardaten.

Information

Vielen Dank. Sie erhalten in Kürze eine E-Mail mit dem Link zur Vollendung der Anmeldung für unser Webinar.

Information

Alle Downloads sind jetzt freigeschaltet.

Wir haben Ihnen soeben einen Freischaltlink geschickt, mit dem Sie in Zukunft ohne erneute Registrierung auf alle Downloads zugreifen können.

Information

Vielen Dank. Sie erhalten in Kürze eine E-Mail mit dem Link zum Abschluss der Registrierung für unser Download-Center.

Abschluss der Webinaranmeldung

Ihre gewählten Webinare

Anmeldung Webinare

Sie haben die folgenden Webinare ausgewählt:

Sie wollen Sich für mehrere Webinare gleichzeitig anmelden? Dann klicken Sie auf 'Weitere Webinare anzeigen‘ und setzen für jeden Termin einen Haken.

Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an. Wir schicken Ihnen einen Bestätigungslink per Mail. Bitte folgen Sie diesem Link, um die Anmeldung abzuschließen. Der Link verliert seine Gültigkeit nach 3 Tagen.

Fehler

Der Link ist nicht mehr gültig

Bitte starten Sie die Registrierung / Anmeldung erneut.

Abschluss der Registrierung
Download-Freischaltung

Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an. Wir schicken Ihnen einen Bestätigungslink per Mail. Bitte folgen Sie diesem Link, um die Registrierung abzuschließen. Der Link verliert seine Gültigkeit nach 3 Tagen.