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Roboter optimieren Lagerlogistik und Case-Picking

Eine integrierte Lösung kombiniert im Lager autonome Roboter von Fetch mit dem Warehouse Management System von Körber. Das beschleunigt die Kommissionierung, optimiert die Abläufe und erhöht die Arbeitssicherheit.

Ki Mythen
Quelle: Tatiana Shepeleva | Adobe Stock

Digitalisierung: Fetch Robotics, Anbieter von Cloud-Robotik, hat gemeinsam mit Körber eine integrierte Case-Pick-to-Pallet-Lösung vorgestellt. Die Applikation stimmt die Bewegungen von Lagermitarbeitern und Robotern dynamisch aufeinander ab. Dafür kombiniert sie die Leistung der autonomen mobilen Roboter Freight500 und Freight1500 von Fetch, mit den Optimierungsfunktionen der Warehouse Management Systeme von Körber und unterstützt so die Case-Picking-Abläufe in Anlagen jeder Größe.

In einem traditionellen Case-Pick-to-Pallet-Ablauf verbringen die Mitarbeiter beim Kommissionieren den Großteil ihrer Schicht damit, mit einem Gabelstapler oder Hubwagen nach Vorgabe des Pickblatts von Lagerplatz zu Lagerplatz zu fahren. Sie müssen dabei manuell das richtige Produkt finden, die Kommissionierung ausführen, zum Flurförderzeug zurückkehren und sich zum nächsten Lagerplatz begeben, die Produkte aufladen und weitertransportieren, bis der Sammelbehälter voll beladen ist. Dieses weit verbreitete Vorgehen hat einige Nachteile. Mitarbeiter müssen oft lange Wege zurücklegen, so dass ihnen wenig Zeit für die eigentliche Kommissionierung bleibt. Nutzen mehrere Mitarbeiter dieselben Wege, entstehen Staus in den Lagergängen.

Case-Picking-Lösung verringert die Laufwege im Lager

Die Case-Picking-Lösung von Fetch und Körber ermöglicht eine zonenbasierte Kommissionierung, bei der die Mitarbeiter in den zugeordneten Gängen bleiben. Der Arbeitsablauf nutzt die Pick-Pfad-Optimierung des Warehouse Management System von Körber. Die Lösung leitet die autonomen mobilen Roboter an die richtigen Orte in der richtigen Reihenfolge und optimiert so das Beladen der Paletten. Die Lösung kann über RF-Scanner, Sprachkommissionierung (Voice-Picking) oder zusammen mit visuell basierten Kommissionierlösungen eingesetzt werden.

Das Warehouse Management System von Körber leitet die autonomen mobilen Roboter von Fetch Robotics an die richtigen Orte in der richtigen Reihenfolge und optimiert so das Beladen der Paletten.

Neben der Optimierung erhöht die Applikation die Sicherheit der Abläufe. 2019 wurden laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung 36.080 Unfälle gemeldet, in denen Materialtransportwagen und Stapler involviert waren. Der Einsatz autonomer Roboter in einer Zonenkommissionierungsumgebung reduziert die Abhängigkeit von manuell betriebenen Gabelstaplern: „Unsere Case-Pick-to-Pallet-Lösung beschleunigt die Auftragsabwicklung, optimiert die Arbeitsabläufe und verbessert die Arbeitssicherheit“, erläutert Nishan Wijemanne, Global Leader AMR/Robotics im Geschäftsfeld Supply Chain bei Körber.

Qualifiziertes Logistik-Personal ist knapp

Die Anforderungen an die Lagerlogistik sind im vergangenen Jahr aufgrund der hohen Verbrauchernachfrage stark gestiegen. Unternehmen stehen zudem schon seit längerer Zeit vor Herausforderungen, qualifizierte Logistik-Mitarbeiter zu binden und saisonale Schwankungen mit Zeitarbeitskräften etwa für die Bedienung von Gabelstaplern abzufedern.

„Lagerbetreiber haben heute mit Rekordauftragsvolumen sowie einem begrenzten Zugang zu Arbeitskräften zu kämpfen und benötigen daher flexible Lösungen“, berichtet Stefan Nusser, Chief Product Officer bei Fetch Robotics. „Mit unserer Case-Picking-Lösung realisieren sie eine sichere und effizientere Kommissionierung an Standorten jeder Größe.“ Jürgen Frisch


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