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Optimierte Prozesse führen zur Hyperautomation

Robotic Process Automation und Hyperautomation sparen Zeit, Kosten und manuelle Arbeit. Der größte Erfolg stellt sich laut Signavio dann ein, wenn die Abläufe zunächst analysiert, anschließend optimiert und erst dann automatisiert werden.

Quelle: ipopba | www.istockphoto.com

Egal, ob Robotic Process Automation oder Hyperautomation: Jede Automatisierung zielt nicht auf einzelne Aufgaben, sondern auf ganze Prozesse ab. Demnach muss der Prozess im Mittelpunkt jeder Initiative stehen. Automatisierung entfaltet ihren größten Nutzen immer erst in Kombination mit Prozessverbesserungen. Das Automatisieren von suboptimalen Abläufen wird kaum das gewünschte Ergebnis erzielen. Ein ineffizienter Prozess wird durch Automatisierung nicht besser. Ist ein Ablauf fehlerhaft, werden seine Fehler im schlimmsten Fall schneller umgesetzt.

Das A und O für Robotic Process Automation und Hyperautomation lautet also: Erst optimieren, dann automatisieren. Reibungslose Prozesse sind die Voraussetzung, damit sich anvisierte Erfolge einstellen und keine Mehrkosten entstehen. Für das Optimieren der Prozesse ist eine Lösung für Business Process Intelligence erforderlich. Diese unterstützt die Analyse, Verbesserung und Überwachung von Abläufen und sollte folgende Leistungsmerkmale aufweisen:

  • ineffiziente Abläufe erkennen
  • faktenbasierte Einblicke in potenzielle Risiken und kontinuierliche Verbesserungsmöglichkeiten durch Process Mining bereitstellen
  • Geschäftsprozessmodelle in standardisierte Workflows transformieren, die unternehmensweit nutzbar sind
  • Prozesse und Daten durch die Kombination von Customer Experience und Operational Excellence verknüpfen
  • eine zentrale teamübergreifende Wissensbasis etablieren

Autonome Bots in Server-Clustern

Mit Robotic Process Automation lassen sich einfache manuelle oder standardisierte Prozesse automatisieren. Repetitive, regelbasierte Tätigkeiten passen dafür am besten. Mögliche Varianten sind Attended und Unattended RPA Bots. Attended RPA läuft auf dem Desktop-PC. Der Bot fungiert dabei als Software-Assistent für den menschlichen Benutzer und interagiert mit einer Desktop-Anwendung. Mit Unattended RPA auf Basis von Bots in Server-Clustern lassen sich Prozesse vom Anfang bis zum Ende automatisieren. Autonome Software-Bots arbeiten hier eigenständig.

Mit einem komplementären Ansatz schöpfen Unternehmen die Vorteile von Robotic Process Automation voll aus. Sie beginnen in diesem Fall mit Attended RPA auf dem Desktop und fokussieren zunächst auf diejenigen Prozesse, die einen repetitiven Charakter haben und sehr zeitaufwändig sind. So ist ein schneller Nutzen garantiert. Im nächsten Schritt erweitern sie die Automatisierung, indem sie mit Unattended RPA auf Servern komplexe Prozesse steuern.

Künstliche Intelligenz optimiert Abläufe

Die nächste Stufe ist die Hyperautomation, welche die dynamische Gestaltung und Steuerung von Geschäftsprozessen ermöglicht. Diese Variante der Ablaufsteuerung basiert auf einer Kombination von Robotic Process Automation, Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen sowie Low-Code- oder No-Code-Entwicklung. Auf dieser Grundlage lassen sich auch sehr komplexe Arbeitsabläufe umfassend verwalten und optimieren: von der Ermittlung und Bewertung über die Vereinfachung und Automatisierung bis hin zur Messung und Überwachung. Hyperautomation geht weit über die Möglichkeiten von Robotic Process Automation hinaus und reicht bis hin zur intelligenten Prozessautomatisierung.

Gerade eine intelligente Prozessautomatisierung profitiert von einer engen Integration mit Business Process Intelligence. Hyperautomation bedeutet schließlich immer auch eine durchgehende Business-Process-Transformation. Die klassischen Elemente von Business Process Intelligence, also Analyse, Design und Modellierung, Simulation, Change Management oder Monitoring, sind dafür unverzichtbar.


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04.11.2022
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ERP-Implementierungen gehen immer einher mit ablauf- und/oder aufbauorganisatorischen Veränderungen. Menschen reagieren unterschiedlich auf solche Veränderungen, weshalb Projektverantwortliche häufig mit Ablehnung, Verwirrung und Widerständen konfrontiert werden. Ad-hoc eingeleitete Maßnahmen schaffen zwar zum Teil Abhilfe, sind jedoch meist auch „Wasser auf die Mühlen“ der eh schon negativ eingestellten Mitarbeiter und Stakeholder. In diesem Webinar gehen wir deshalb u.a. darauf ein, warum ein systematisches Change Management bereits vor dem Projektstart beginnen sollte, welchen Beitrag eine Kommunikationsmatrix zum Change Management liefert, wie Change Management als Teilbereich im Projekt organisiert werden kann und welche Aufgaben bzw. Rollen sich daraus ableiten.
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„Schlägt ein Unternehmen den Weg der Prozessautomatisierung ein, sollte es mit einer detaillierten Analyse der bestehenden Prozesse starten und anschließend die Optimierung in Angriff nehmen“, erklärt Pierre Col, Senior Director, Product Communications, SAP Business Technology Platform bei SAP. Unternehmen profitieren dabei von einheitlichen Arbeitsabläufen, reduzierten Durchführungszeiten von Aufgaben und sie entlasten ihre Mitarbeiter, die sich dann auf ihre Kerntätigkeiten fokussieren können.“ Jürgen Frisch