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IT-Services in Europa drehen deutlich ins Plus

Eine Markterholung für IT-Services mit Höchstständen in Europa, die steigende Akzeptanz von Cloud-Diensten und ein vermehrtes Business Process Outsourcing – diese Trends meldet der EMEA ISG Index für das erste Quartal 2022.

Quelle: Tierney | Adobe Stock

Aufschwung: „Der globale Markt für cloudbasierte Dienstleistungen dürfte in diesem Jahr um 22 Prozent wachsen und damit stärker als die Anfang des Jahres prognostizierten 20 Prozent“, berichtet Barbara Florschütz, Geschäftsführerin des Analysten- und Beratungshauses Information Services Group (ISG). Die Vorhersage für den globalen Managed-Services-Markt hingegen belässt ISG für 2022 unverändert bei einem Plus von 5,1 Prozent.“

Der EMEA ISG Index der Information Services Group zeigt vierteljährlich, wie sich der IT-Services-Markt weltweit und in Europa entwickelt. Im Blickpunkt der Analyse stehen neu abgeschlossene Verträge mit einem jährlichen Vertragswert (Annual Contract Value, ACV) von mindestens 4,6 Millionen Euro (5 Millionen US-Dollar).

Die Auswertung für das ersten Quartal 2022 lässt vier übergreifende Trends erkennen:

1. Markterholung in der DACH-Region setzt sich fort

Die im vergangenen Jahr begonnene Erholung des IT-Services-Markts In der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) setzt sich weiter fort. Zwar war der jährliche Vertragswert der Neuabschlüsse im Vergleich zum außergewöhnlich starken ersten Quartal des Vorjahres rückläufig. Im Vergleich zum vierten Quartal 2021 stieg er im ersten Quartal deutlich, nämlich um 33 Prozent auf 823 Millionen US-Dollar (766 Millionen Euro).

2. Europäischer Gesamtmarkt mit historischem Höchstwert

Der Gesamtmarkt in EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika), der sowohl cloudbasierte Leistungen als auch Managed Services umfasst, hat laut dem EMEA ISG Index zum ersten Mal den Quartalswert von 7 Milliarden US-Dollar (6,5 Milliarden Euro) überschritten. Im Vergleich zum ersten Quartal 2021 umfasste er bei einem Plus von 21 Prozent insgesamt 7,5 Milliarden US-Dollar (7 Milliarden Euro). Gegenüber dem vierten Quartal 2021 entspricht dies einem Plus von 8 Prozent.

3. Cloudbasierte Dienste erstmals stärker gefragt als Managed Services

Die Nachfrage nach cloudbasierten Diensten in EMEA nimmt weiter deutlich zu. Der Vertragswert der Abschlüsse stieg im ersten Quartal um 44 Prozent auf einen Rekordwert von 3,9 Milliarden US-Dollar (3,6 Milliarden Euro) und macht nun 51 Prozent des Gesamtmarktes aus. Dies stellt einen historischen Höchstwert dar. Der Markt für cloudbasierte Services in EMEA verzeichnete damit im dritten Quartal in Folge ein Wachstum von mehr als 40 Prozent. Der jährliche Vertragswert der Neuabschlüsse von Managed Services stieg im gleichen Zeitraum um 3 Prozent auf 3,7 Milliarden US-Dollar (3,4 Milliarden Euro).

4. Weniger IT-Outsourcing, mehr Business Process Outsourcing

Mit Blick auf Managed Services sank der Vertragswert im Bereich IT-Outsourcing (ITO) im Jahresvergleich um 11 Prozent auf 2,7 Milliarden US-Dollar (2,5 Milliarden Euro), wobei insbesondere Finanzdienstleistungen und die Energiebranche Rückgänge verzeichneten – letztere wegen einer Abschwächung im Öl- und Gasmarkt. Zugleich stieg der jährliche Vertragswert im Bereich Business Process Outsourcing um 84 Prozent auf 971 Millionen US-Dollar (904 Millionen Euro). Er wurde von einer starken Nachfrage aus allen Branchen und einem Mega-Deal in der Medien- und Kommunikationsindustrie angetrieben. Jürgen Frisch


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