Start Software und Technologie Observability statt Multi-Tool-Chaos

Observability statt Multi-Tool-Chaos

Die steigende Komplexität von IT-Landschaften führt dazu, dass Unternehmen mehrere Monitoring-Lösungen kombinieren. Die Transparenz steigt dabei kaum. Einen Ausweg versprechen Observability-Plattformen, die ein übergreifendes Gesamtbild erzeugen.

Deep Observability
Quelle: ©Growtika | unspalsh.com

IT-Observability: Monitoring-Tools für IT-Landschaften stoßen derzeit bei anspruchsvollen strategischen Anforderungen an ihre Grenzen. Das zeigt die Studie „How Organizations Are Modernizing IT Monitoring To Reduce Complexity and Improve Clarity“, die Forrester Consulting im Auftrag von USU durchgeführt hat.

Die Marktforscher analysieren darin die aktuellen Herausforderungen, mit denen Unternehmen im Bereich IT-Monitoring konfrontiert sind, und zeigen auf, welche Fähigkeiten Monitoring-Lösungen der nächsten Generation bieten müssen. Für die Studie hat Forrester 423 IT-Entscheidungsträger aus den USA, Frankreich, Österreich, Deutschland und der Schweiz befragt, die für die IT-Monitoring-Strategie ihrer Organisation verantwortlich sind.

Aktuell führt laut Studie die steigende Komplexität der IT-Landschaften zu stark fragmentierten Monitoring-Umgebungen mit einer Vielzahl an spezialisierten Tools. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Plattformen, die über komplexe IT-Umgebungen hinweg Service Intelligence bereitstellen.

Der Multi-Tool-Ansatz steigert die Transparenz kaum

Die Studienergebnisse zeigen den aktuellen Stand des IT-Monitorings auf und verdeutlichen den Handlungsbedarf.

  • 83 Prozent nutzen drei oder mehr Monitoring-Tools.

Obwohl Unternehmen ihr IT-Monitoring kontinuierlich erweitern, führt eine höhere Anzahl von Tools nicht automatisch zu steigender Transparenz oder einem besseren Verständnis des Zustands geschäftskritischer Services.

  • 37 Prozent bewerten ihre Werkzeuge als nicht ausreichend effektiv, um eine klare und einheitliche Sicht über Systeme und Umgebungen hinweg bereitzustellen.

Den täglichen Betrieb unterstützen bestehende Monitoring-Lösungen häufig sehr effektiv. Dennoch fehlt vielen Unternehmen bislang eine zentrale Übersicht über die komplexer werdenden hybriden und Multi-Cloud-Umgebungen.

  • 41 Prozent nennen eine langsame Problemerkennung und Ursachenanalyse als zentrale Herausforderung.

Bei Störungen geschäftskritischer Services fällt es vielen Unternehmen schwer, die eigentliche Ursache schnell zu identifizieren, die Auswirkungen zuverlässig einzuschätzen und angemessen zu reagieren.

  • 55 Prozent halten ihre Monitoring-Kosten für schwer kontrollierbar.

Nutzungs- und volumenbasierte Lizenzmodelle erschweren die Kostenplanung und das Kostenmanagement, insbesondere dann, wenn IT-Umgebungen weiter wachsen und komplexer werden.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass das Problem nicht mangelnde Überwachung ist, sondern vielmehr fehlende Klarheit. 34 Prozent der Befragten fühlen sich zwischen zu einfachen Monitoring-Tools und übermäßig komplexen Plattformen gefangen. Dies verdeutlicht die Lücke zwischen klassischem Monitoring und umfassenden Observability-Plattformen.

IT-Observability schafft Klarheit über Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen

Wie die Studie weiter zeigt, verlangen Unternehmen nicht nach mehr Daten, sondern nach mehr Kontext. IT-Teams benötigen heute eine einheitliche Sicht auf die IT-Landschaft, Service-Kontext, Dependency Mapping sowie eine schnelle und präzise Ursachenanalyse über Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen hinweg.

Bei den Erwartungen an moderne Monitoring-Lösungen steht für die Befragten vor allem eine schnellere Störungsbehebung im Vordergrund (62 Prozent). Weit oben rangieren zudem eine hohe Servicezuverlässigkeit (60 Prozent) sowie das Reduzieren des operativen Aufwands durch Automatisierung (48 Prozent).

Lese-Tipp | Fachbeitrag

Multi-Cloud und Hybrid-Cloud
©James_Wheeler | istockphoto.com

Multi-Cloud und Hybrid-Cloud – Flexibilität statt Abhängigkeit

Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen bieten Unternehmen mehr Flexibilität, erhöhen aber zugleich die Komplexität der IT-Landschaft. Der Fachbeitrag zeigt, wie sich unterschiedliche Cloud-Modelle sinnvoll kombinieren lassen und welche Voraussetzungen für einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb geschaffen werden sollten.

Download | Fachbeitrag

 

„Moderne IT-Umgebungen erzeugen mehr Daten als je zuvor“, erläutert Johannes Biesing, Global Head of Product bei USU. „Dennoch fällt es vielen Unternehmen schwer, die Ursachen und Auswirkungen von Störungen schnell zu erkennen. Daher steigt die Nachfrage nach Monitoring-Lösungen, die die Komplexität reduzieren, mehr operative Transparenz schaffen und IT-Teams dabei unterstützen, schneller und fundierter zu entscheiden – ohne dabei an Skalierbarkeit oder Kosteneffizienz einzubüßen.“

Genau hier setzt USU an: Mit einer IT-Observability-Plattform können IT-Teams Cloud-Umgebungen, On-Premises-Systeme, Software-as-a-Service-Umgebungen und hybride Landschaften zentral überwachen. Durch die Korrelation von Ereignissen, die transparente Darstellung von Service-Abhängigkeiten und eine schnelle Ursachenanalyse sollen IT-Teams die Informationen erhalten, die sie für fundierte Entscheidungen benötigen. Aus Tausenden einzelner Signale entsteht dabei ein klares Gesamtbild des IT-Betriebs. Jürgen Frisch