Startseite Software und Technologie Cloud oder On-premise? Was bei der Wahl der Datenstrategie zu beachten ist

Cloud oder On-premise? Was bei der Wahl der Datenstrategie zu beachten ist

Dass die Datenmengen in Unternehmen explodieren, ist kein neuer Trend. Umso mehr gilt es heute, die Flut an Informationen unter Kontrolle zu halten, zu strukturieren und sinnvoll zu nutzen. Dell Technologies gibt Tipps, wo und wie Unternehmensdaten am besten aufgehoben sind.

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Quelle: nmedia | shutterstock.com

Die überbordende Datenflut entwickelt sich immer mehr zu einer der größten Hürden bei der digitalen Transformation von Unternehmen, wie eine neue Forrester-Studie im Auftrag von Dell Technologies belegt. 63% der befragten deutschen Firmen geben an, dass sie Daten schneller sammeln, als sie sie verarbeiten und analysieren können. Gleichzeitig sagen mit 58% fast ebenso viele, dass sie mehr Daten für ihren Geschäftserfolg benötigen. Dieser Widerspruch lässt sich unter anderem damit erklären, dass Unternehmen ihre Daten im zentralen Rechenzentrum hosten und nicht dort, wo sie generiert werden – etwa an der Edge. Hinzu kommt eine weitere Herausforderung: Die Zeiten, in denen IT-Verantwortliche ihren jährlichen Speicherbedarf einigermaßen planen konnten, sind längst vorbei. Gleichzeitig steht Unternehmen von Flash bis Cloud ein breites Technologieangebot zur Verfügung, und selbst das Tape feiert in Zeiten von Ransomware ein stilles Comeback. Die Verantwortlichen sollten deshalb bei ihrer Datenstrategie drei grundlegende Punkte beachten – vom Datenort über die Speichertechnologie bis zum Betriebsmodell.

1. On-premise ergibt für geschäftskritische Prozesse nach wie vor Sinn

Ganz klassisch bewahren viele Unternehmen ihre Daten im eigenen Rechenzentrum auf. Praktisch jede Firma hat dabei zumindest eine Schlüsselanwendung, die als Mission-critical eingestuft werden kann und die die Sicherheit und Verfügbarkeit eines High-End-Storage voraussetzt. Einfache Backup- und Recovery-Produkte allerdings sind ebenso wie asynchrone Replikationslösungen im unteren Bereich einer „Verfügbarkeitspyramide“ anzusiedeln. An der Spitze der Pyramide stehen Systeme, die einen unterbrechungsfreien Betrieb gewährleisten und auf Fehler reagieren, bevor diese zu einem Ausfall führen. Das schließt den Ausfall einzelner Komponenten wie Controller oder eines kompletten Standorts ebenso ein wie unerwartete Nachfragespitzen und geplante Wartungen, die ebenfalls zu Auszeiten führen können. Gleichzeitig darf es durch diese Vorfälle zu keinen Leistungseinbrüchen kommen. Daneben ist vor dem Hintergrund zunehmender Cyber-Attacken ein Backup weiterhin die Ausgangsbasis für zuverlässigen Datenschutz. Ein reines Offline-Medium, also ein externes Band, das irgendwo verstaut wird, reicht jedoch nicht aus. Ransomware-Angriffe laufen inzwischen so gezielt ab, dass selbst die Backup-Repositories und Datenbanken, die wissen, wo welche Daten wie gesichert sind, um diese wiederherstellen zu können, zerstört oder mitverschlüsselt werden. Daher ist es notwendig, eine komplette Backup-Umgebung inklusive der Management-Tools zum Recovery in einer abgeschotteten Umgebung vorzuhalten.

2. Hybrid Cloud vereint das Beste aus zwei Welten

Längst haben Cloud-Lösungen aufgrund ihrer Vorteile in puncto Agilität, geringerer Anfangskosten und Geschwindigkeit Einzug in die Unternehmen gehalten. Nicht selten kommt es vor, dass kostenlose Cloud-Speicher sogar für wichtige Geschäftsprozesse und Unternehmensdaten genutzt werden, wobei die Sicherheitsrisiken nicht zu unterschätzen sind. Zwar sind Anbieter wie Amazon, Microsoft und Google für den Schutz der von ihnen zur Verfügung gestellten Plattformen zuständig, die Absicherung der Daten aber liegt weiterhin in der Hand der Unternehmen. Ohne eine grundlegende Strategie laufen Firmen zudem Gefahr, weitere Silos aufzubauen und den Managementaufwand zu erhöhen. Cloud-Anwendungen, On-premises-Lösungen und Legacy-Systeme, die lediglich punktuell miteinander verbunden sind, führen zu einer starken Fragmentierung der Unternehmens-IT und damit zu einer deutlich höheren organisatorischen Komplexität. Ein echter hybrider Ansatz erlaubt es, die unterschiedlichen Umgebungen mit einem einzigen Control Panel zu überwachen und zu automatisieren. Unternehmen erhalten damit auch die notwendige Transparenz über ihre Daten, unabhängig davon, wo sie sich befinden.

3. Storage flexibel konsumieren

As-a-Service-Betriebsmodelle sind dabei die Türöffner zur hybriden Cloud. Bei einem Software-definierten Rechenzentrum wird die gesamte Infrastruktur virtualisiert und als Service bereitgestellt. So lassen sich verschiedenste Dienste kurzfristig dazubuchen, und auch die generelle Kapazitätserweiterung ist mehr als einfach: Die benötigten Storage-Ressourcen können flexibel angepasst werden, ohne dass dazu neue physische Komponenten erworben werden müssen. Management, Security und Monitoring laufen ebenso vollständig softwarebetrieben und können damit schnell an den individuellen Bedarf angepasst werden. Das Zubuchen von Kapazitäten, das sich genau am momentanen Bedarf orientiert, verlagert die Kosten von der Capex- auf die Opex-Seite. Das bringt für Unternehmen eine hohe Flexibilität mit sich: Sie müssen nicht Unsummen investieren, ohne zu wissen, wie sich das Geschäft in den nächsten Jahren entwickelt. Vielmehr können sie klein anfangen und bei Bedarf nach oben oder unten skalieren.

„Immer mehr Geschäftsprozesse laufen über mehrere Betriebsplattformen, von der Edge über das Rechenzentrum bis in die Cloud. Diese Daten müssen jederzeit verfügbar und verknüpfbar sein, damit Unternehmen datengetriebene Entscheidungen treffen können. Bei der Frage, wo Daten am besten aufgehoben sind, müssen Unternehmen zudem die Cyberrisiken und ihren eigenen Budgetrahmen im Blick behalten“, erklärt Stéphane Paté, Senior Vice President & General Manager Dell Technologies Deutschland. „IT-as-a-Service bietet den Unternehmen als Betriebsmodell handfeste Vorteile: Sie können die IT schnell an neue Geschäftsanforderungen anpassen und zu ihren Bedingungen gestalten. Planung und Beschaffung der Infrastruktur sowie Migrationszyklen werden vereinfacht. Gleichzeitig erfüllen die Unternehmen alle Anforderungen in Bezug auf Datenlokalisierung, behördliche Auflagen und Audits.“


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