Digitale Souveränität mit Open-Source-Hybrid-Cloud: Wer erinnert sich nicht an die Zeit, als „alles in die Cloud“ das neue Allheilmittel war? Kaum ein Unternehmen, das nicht mit Volldampf in Richtung Public Cloud Provider aufgebrochen ist – oft ohne Plan B, manchmal sogar ohne einen Masterplan. Dann kamen die Kostendiskussionen, die Compliance-Bedenken, die Integrationsschwierigkeiten. Und plötzlich wurde aus der Public Cloud eine hybride Strategie – eine Evolution, die Unternehmen eine bessere Balance aus der Skalierbarkeit der Public Cloud und der Kontrolle der Private Cloud bietet.
Heute erleben wir bei der Diskussion um die digitale Souveränität genau die gleiche Entwicklung. Erst der Aufschrei angesichts der Bedrohung unserer digitalen Souveränität von außen, verbunden mit dem Aufruf, sich die Kontrolle zurückzuholen. Dann die Verunsicherung bezüglich der Machbarkeit. Und jetzt die Phase der Differenzierung. Das ist auch gut so, denn das Streben nach Souveränität darf nicht in blindem Aktionismus enden. Es geht keineswegs darum, eine Alles-oder-nichts-Lösung umzusetzen – die ist nämlich nicht realistisch. Vielmehr rückt die Fähigkeit in den Mittelpunkt, unterschiedlichste Infrastrukturen und Services sinnvoll zu kombinieren – vom eigenen Rechenzentrum über die Cloud bis hin zum Edge.
Hybrid Cloud bietet Kontrolle über Speicherort und Compliance
Mithilfe einer hybriden Cloud-Architektur können Unternehmen gezielt steuern, wo ihre Daten liegen, wie ihre Workloads ausgeführt werden und welche Vorgaben eingehalten werden müssen. Ein konsequenter Open-Source-Ansatz schafft dabei die notwendige technologische Offenheit, um nahezu jede Anforderung in Bezug auf Transparenz, Kontrollierbarkeit und Compliance souverän umzusetzen. Der Open-Source-Gedanke fördert darüber hinaus die Innovationskraft enorm, denn Entwicklungen finden jenseits von Kultur-, Länder- oder Firmengrenzen statt.