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IT-Plattformen machen Lieferketten transparent

COVID-19 und der Ukraine-Krieg erschüttern aktuell die weltweiten Lieferketten. Darüber hinaus geht es in der Logistik um Planungstools für mehr Agilität, um Transparenz und Risikomanagement, wie der IT-Plattformanbieter Shippeo erklärt.

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Quelle: Filip Makowski | Adobe Stock

Ungeachtet aller Krisen beeinflussen derzeit vor allem vier Aspekte den internationalen Logistikmarkt:

1. Die richtigen Technologien

In den vergangenen zehn bis 15 Jahren waren es vor allem die Technologien, die den Wandel in den Lieferketten vorangetrieben haben. Die flächendeckende Nutzung von Smartphones beispielsweise hat Kunden einen nie gekannten Zugang zu Lieferketten verschafft – rund um die Uhr und vollkommen ortsunabhängig. Zugleich wird die Implementierung neuer Technologien durch veränderte Kundenanforderungen beschleunigt. Sowohl im B2C- als auch im B2B-Sektor erwarten Verbraucher heute eine große Auswahl an Produkten, Leistungen, Service-Versprechen und Lieferoptionen – und das erstmal kostenlos und unverbindlich. Gleichzeitig sind Produkte gefragt, die passgenau auf die Bedürfnisse der Empfänger zugeschnitten sind und in immer präziseren Zeitfenstern geliefert werden. Anbieter, welche die hierfür erforderlichen Technologien schnell identifizieren und implementieren, verschaffen sich gegenüber dem Wettbewerb einen Vorsprung.

2. Maximale Transparenz

Um diesen hohen Anforderungen der Kunden gerecht zu werden, ist ein Maximum an Transparenz erforderlich. Unternehmen benötigen genaue Informationen über die konkreten Bedürfnisse ihrer Zielgruppe, relevante Märkte und Wettbewerber. Auch sollte nachvollziehbar sein, welchen Einfluss die Aktivitäten von Firmen auf die Umwelt haben. Darüber hinaus muss Klarheit über die Risiken bestehen, die mit der hohen Transparenz von Angebot und Nachfrage in der Lieferkette einhergehen. Letztlich benötigen Unternehmen fundierte Informationen darüber, wie sich die Struktur der Supply Chain auf die jeweilige Leistung auswirkt. Daraus wird ein klarer Trend ersichtlich, die verschiedenen Assets, Produkte und Materialien auf einer zentralen Plattform zu vereinen und damit die Transparenz der Prozesse deutlich zu erhöhen. So profitieren Logistiker von einer konsistenten und abteilungsübergreifenden Datenbasis, auf dessen Grundlage fundierte Entscheidungen getroffen werden können.

3. Umwelt, Soziales und Governance

Wichtig ist nicht mehr ausschließlich die Höhe des Gewinns, den ein Unternehmen erwirtschaftet. Das Management muss zudem darlegen, welche Auswirkungen seine Praktiken im Hinblick auf Nachhaltigkeit, die Gesellschaft und Politik haben. Ein Trend, der bei allen Entscheidungen rund um die Lieferkette berücksichtigt werden muss, ist der Bereich Umwelt, Soziales und Governance. Alle diese Kriterien müssen in Supply-Chain-Systeme und in die entsprechenden Applikationen integriert werden. Sämtliche Akteure innerhalb der Lieferkette brauchen für optimale Transparenz und Zusammenarbeit, Zugriff auf alle erforderlichen Funktionen, Features und Technologien. Nur so lässt sich die eigene Wettbewerbsfähigkeit sichern.

4. Agilität

Die Volatilität von Angebot und Nachfrage bleibt ein entscheidender Faktor beim Management von Lieferketten. Daher besteht ein weiterer Trend darin, die Agilität zu steigern. Unternehmen müssen flexibel auf bestimmte Ereignisse, beispielsweise Nachfrageeinbrüche oder Angebotsausfälle, reagieren können. Gleichzeitig müssen sie ihre operativen, finanziellen und gesellschaftlichen Ziele erfüllen, etwa  durch Erhöhung des Lagerbestands, Rückverlagerung von Ressourcen, Nearshoring oder Regionalisierung der Lieferketten. Mit Agilität ist somit die Fähigkeit gemeint, in einem sich ständig wandelnden, unvorhersehbaren Umfeld erfolgreich zu sein und Resilienz aufzubauen. Dabei setzt Agilität eine Reihe von technischen Funktionen für die reibungslose Umsetzung von Supply-Chain-Prozessen voraus. Dazu zählen beispielsweise eine kontinuierliche Sales- und Operations-Planung, Control Tower, Segmentierung, vertikale Integration, Synchronisierung und Zusammenarbeit, sowie die Berücksichtigung diverser Szenarien und eine probabilistische Planung.


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In diesem Jahr sehen sich alle an der weltweiten Supply Chain beteiligten Akteure mit ähnlichen Herausforderungen und Entwicklungen konfrontiert. Entscheidend ist es dabei, schnell und flexibel zu reagieren und in die richtigen Technologien zu investieren. Unterstützung bieten hier Plattformen wie etwa Shippeo, die die Transparenz von Supply-Chain-Prozessen erhöhen. Die Verbindung von Assets, Produkten und Materialien liefert die Datenbasis und schafft die Grundlage für wertbasierte Entscheidungen entlang der gesamten Lieferkette. jf


Der Autor

Quelle: Shippeo

Thomas Spieker ist Vice President Sales EMEA bei Shippeo.