Der globale Fashion-Markt unterliegt einer beispiellosen Dynamik: Ein rasant verändertes Kundenverhalten, die wachsende Bedeutung digitaler Kanäle und eine zunehmende Komplexität in den internationalen Lieferketten zwingen Modeunternehmen dazu, ihre technologische Basis grundlegend zu hinterfragen. Wer heute im Wettbewerb bestehen will, der benötigt schließlich mehr als nur einen gut aufgesetzten Onlineshop. Cloud-ERP im Fashion-Handel bildet die Grundlage für eine IT-Architektur, die sich schnell einführen lässt, flexibel anpassbar und skalierbar ist und als technologisches Rückgrat für sämtliche Geschäftsprozesse dient. Die digitale Transformation ist dabei längst kein reines IT-Projekt mehr, sondern eine strategische Neuausrichtung, die das gesamte Unternehmen betrifft.
Das Ende der Legacy-Ära in der Fashion-Branche
Der technologische Ist-Zustand im Modesegment ist alarmierend: Viele etablierte Player kämpfen mit den Altlasten gewachsener Systemlandschaften. Veraltete Applikationen, fragmentierte Prozesse und isolierte Datensilos führen unweigerlich zu Ineffizienzen. In einer Welt, in der Kunden nahtlose Erlebnisse über alle Kontaktpunkte und Kanäle hinweg erwarten, erweisen sich solche Architekturen als massives Hindernis. Die Folgen sind inkonsistente Daten, eine hohe Abhängigkeit von manuellen Prozessen und ein Mangel an Echtzeit-Transparenz entlang verschiedener Vertriebswege – vom Wholesale und eigenen Stores bis hin zu E-Commerce-Plattformen und Marktplätzen.
Um ihre ambitionierten Wachstumsziele zu erreichen, muss die Branche den Schritt weg von individuellen, starren Lösungen hin zu standardisierten, effizienten Prozessen vollziehen. Nur so entsteht die Grundlage für nachhaltigen Erfolg in einem wettbewerbsintensiven Umfeld.
Standardisierung, Integration und Skalierbarkeit
Geht es um den konkreten Bedarf der Fashion-Branche, empfiehlt KPS einen ganzheitlichen und pragmatischen Ansatz. Im Mittelpunkt stehen die Standardisierung, Integration und Skalierbarkeit der IT-Systeme. Ziel ist eine Single Source of Truth als verlässliche Datenbasis für schnelle und fundierte Entscheidungen. Dafür benötigen Unternehmen eine integrierte IT- und Prozesslandschaft, die statt isolierter Insellösungen die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt.
Hinzu kommt: Eine moderne IT-Umgebung sollte sämtliche Planungsprozesse eng miteinander verknüpfen. Dies beginnt bei der Unternehmens- und Finanzplanung über die Sortiments- und Warenplanung bis hin zur detaillierten Bedarfsplanung für die Beschaffung. Wichtig dabei: Die althergebrachte Trennung zwischen stationärem Fashion-Handel und Online-Geschäft ist längst obsolet. Systeme müssen heute in der Lage sein, Bestände und Kundenbedarfe kanalübergreifend in Echtzeit zu steuern (Omnichannel-Fähigkeit). Eine wichtige Rolle spielt dabei die Automatisierung. Angesichts der rasant steigenden Datenmengen ist eine manuelle Steuerung kaum noch möglich. Um die Produktverfügbarkeit zu optimieren und gleichzeitig Lagerbestände zu minimieren, sind eine intelligente Nachschubsteuerung und automatisierte Verfügbarkeitsprüfungen unverzichtbar.
Cloud-ERP als Basis für Omnichannel
Wie Beispiele aus der Praxis zeigen, muss die Umsetzung einer umfassenden Omni-Channel-Transformation kein Kraftakt für das gesamte Unternehmen sein. Vielmehr bieten Cloud-basierte Lösungen wie SAP Cloud ERP für die Modebranche die passende funktionale und prozessuale Basis im Standard. Damit der Einstieg gelingt, rät KPS zu einem bewährten Vorgehensmodell und einer klaren Cloud-Roadmap, die das Beratungsunternehmen aus zahlreichen Projekten als Best Practices evaluiert hat. So wird der Wechsel zum neuen Cloud-basierten ERP-System nicht zur Hürde, sondern zur Chance. Folgende Best Practices sollten Modehändler beachten: