Seit Jahrzehnten zählt die Eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH zu den bekanntesten Direktvertriebsunternehmen für Tiefkühllebensmittel in Europa. Das stark aktionsgetriebene Geschäft mit saisonalen Schwankungen und einer komplexen Lagerstruktur erfordert eine präzise Planung von Beständen und Bedarfen. Eismann vertraut deshalb auf die Absatzprognose- und Bestandsmanagement-Software von Remira und profitiert seitdem von effizienten Prozessen und sinkenden Kosten. Mit der Migration auf die um Künstliche Intelligenz erweiterte Cloud-Variante von Remira verspricht sich der Lebensmittel-Lieferdienst weitere Verbesserungen bei den Absatzprognosen.
Die Eismann Tiefkühl-Heimservice GmbH aus Mettmann versorgt rund 800.000 Kunden allein in Deutschland mit Tiefkühllebensmitteln. Die Auslieferung der Produkte – die von Speiseeis über Fertiggerichte bis hin zu Gemüse reichen – erfolgt direkt an die Haustür der Kunden. Dabei weist jeder der sechs Eismann-Lagerstandorte in Deutschland unterschiedliche Absatzmengen auf. Marketingaktionen sowie Werbehefte erzeugen regelmäßig starke Nachfragespitzen.
Begrenzte Haltbarkeit erzwingt niedrige Bestände
Tiefkühlware stellt besondere Anforderungen an die Supply Chain. Neben einer hohen Lieferfähigkeit gilt es, die Risiken der begrenzten Haltbarkeit zu minimieren und gleichzeitig die Bestände auf einem wirtschaftlichen Niveau zu halten. Die zentrale Herausforderung besteht darin, die richtige Balance zwischen Lieferfähigkeit, Bestandskosten und Transportkosten zu finden, wie Carl Wanders, Leiter der Logistik bei Eismann, erklärt: „Zu hohe Bestände binden Kapital und erhöhen das Risiko von Abschreibungen aufgrund ablaufender Mindesthaltbarkeiten, während zu niedrige Bestände die Warenverfügbarkeit gefährden können. Die Remira-Software unterstützt uns dabei, diese Balance zuverlässig sicherzustellen.“ Eine präzise Absatzprognose ermöglicht es, zukünftige Bedarfe frühzeitig zu erkennen sowie Beschaffungs- und Bestandsentscheidungen zu optimieren. Dadurch erhöhe sich die Warenverfügbarkeit, die Supply Chain werde effizienter, während gleichzeitig das Risiko abgelaufener Waren sinke.
Künstliche Intelligenz verbessert die Forecasts
Um für die Zukunft optimal aufgestellt zu sein, hat sich Eismann dazu entschieden, auf die Cloud-Variante der Remira-Software für Absatzprognose und Bestandsmanagement zu migrieren. Dank der kontinuierlichen Bereitstellung zukunftsweisender Funktionen genießen die Remira-Lösungen bei den Anwendern von Eismann eine hohe Akzeptanz. Die Cloud-Variante mit ihren Prognosen auf Basis Künstlicher Intelligenz soll in einem dynamischen und aktionsgetriebenen Markt zusätzliche Chancen eröffnen.
Mit der Remira-Software steuert Eismann heute die komplette Bestandsplanung für rund 49.000 Stock Keeping Units (SKUs) an den deutschen Lagerstandorten. Die Lösung unterstützt sowohl die tägliche Disposition als auch die strategische Bedarfsplanung – inklusive Prognosen für verschiedene Länder wie Deutschland, Niederlande und Italien. Die ermittelten Prognosen werden als Bedarfe je Lagerstandort erzeugt und im Modul Supply zur Bestellgenerierung an die Lieferanten verwendet. Produktionsfeinplanung und Tourenplanung erfolgen weiterhin intern. Die Remira-Software liefert dafür die entscheidungsrelevanten Daten.
Ein Viertel weniger Bestand bei gleicher Lieferfähigkeit
Die Remira-Software unterstützt acht Mitarbeiter beim Planen der Bedarfe und in der Disposition der Lagerbestände. Der Nutzen der Lösung zeigt sich klar in den Zahlen: „Nach der Einführung konnten wir die Bestände ohne großen Aufwand um 25 Prozent reduzieren – und das bei gleichbleibender Lieferfähigkeit“, so Wanders. Neben der Bestandsreduktion konnte Eismann außerdem interne Prozesse verschlanken. Da viele Schritte automatisiert und datenbasiert ablaufen, sind heute in die Disposition weniger Mitarbeiter eingebunden als früher.