Produktionsunternehmen kämpfen mit der schwachen Wirtschaftslage, steigenden Kosten und Wettbewerbsdruck, aber auch mit Fachkräftemangel und Regulierungen. Wie kann gelingen, sich zukunftsfähig aufzustellen?
Alle aufgeführten Herausforderungen sind Realität. Die Konsequenz daraus darf es nicht sein, den Kopf in den Sand zu stecken. Gerade im Bereich der Digitalisierung in der Produktion gab es schon immer Herausforderungen – und die wird es auch künftig geben. Letztendlich geht es darum, im Umfeld der direkten Mitbewerber die Pole Position zu besetzen oder zu verteidigen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor dabei ist es, tagtäglich dranzubleiben und den kontinuierlichen Verbesserungsprozess in der Unternehmenskultur zu verankern.
Welche Voraussetzungen sind dafür nötig?
Besonders wichtig sind das Commitment des Managements für den Prozess und die Standortbestimmung, also die Ist-Analyse der vorhandenen Abläufe. Wie laufen die Prozesse wirklich ab? Diese Frage muss beantwortet werden. Gemeint ist hier nicht die Prozessbeschreibung im Managementhandbuch. Es kommt darauf an, die täglichen Prozesse aller Mitarbeiter zu untersuchen. Zu klären ist dabei, ob ein Unternehmen das selbst leisten kann und will, oder ob es externe Unterstützung nutzt. Alleinige IT-Expertise reicht hier nicht. Sinnvoll sind vielmehr Spezialisten mit zusätzlicher Erfahrung in Lean Management und in der Verschlankung von Unternehmensprozessen. Zusammen mit ihnen sollte ein Unternehmen eine passende Lösung erarbeiten.
Wo sehen Sie Nachholbedarf bei der Digitalisierung in der Produktion?
Ganz klar in der Veränderungs- und Umsetzungsbereitschaft. Wir sehen tagtäglich Unternehmen mit enormem Potenzial in puncto Digitalisierung. Oft sind die technischen Lösungen wie moderne Steuerungen, Sensorik oder intelligente IT-Systeme längst am Markt verfügbar. Damit schaffen Unternehmen Transparenz und heben ihren Datenschatz.
Viele Produktionsunternehmen schrecken angesichts der schier unendlichen Lösungsvielfalt vor der Digitalisierung ihrer Betriebe zurück. Was empfehlen Sie Ihnen?
Der erste wichtige Schritt ist die Standortbestimmung. Das klingt aufwändig und zeitraubend. Mit Unterstützung von erfahrenen Experten lässt sich eine Ist-Analyse allerdings schnell und effizient durchführen. Diese Untersuchung deckt Schwachstellen und Potenziale auf und schafft Klarheit bei der Priorisierung der Aufgaben. So wird eine gezielte Lösungsauswahl möglich.
