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Mitarbeiter und KI steuern die Fertigung als Team

KI-Agenten automatisieren Prozesse in der Fertigung und prognostizieren Entwicklungen. Ihre wahre Stärke entfaltet Künstliche Intelligenz allerdings dann, wenn der Mensch am Steuer bleibt. Der Human-in-the-Loop-Ansatz ist der Schlüssel zu Effizienz und Innovation.

Human-in-the-Loop in der Produktion
Quelle: IFS

Human-in-the-Loop in der Produktion: Autonome Systeme übernehmen Routineaufgaben, treffen Vorhersagen und schlagen Handlungen vor. Der Mensch bleibt trotzdem unverzichtbar: für Transparenz, Kontrolle und das Einbringen von Erfahrung. In der Fertigung wie auch in anderen Branchen zeigt sich, dass Künstliche Intelligenz am besten dann funktioniert, wenn sie Teil eines Teams mit menschlichen Mitspielern ist. Der Mensch muss dabei stets das letzte Wort haben. IFS, Anbieter von Industrial-AI-Software, stellt vier Aspekte vor, die diesen Human-in-the-Loop-Ansatz so wertvoll machen:

Dreamteam in der Produktion

KI-Agenten analysieren Produktionsdaten in Echtzeit, prognostizieren den Bedarf, etwa an Ressourcen, auf Grundlage von belastbaren Daten und verwalten Lagerbestände automatisch. Der Human-in-the-Loop stellt dabei sicher, dass Mitarbeiter die Empfehlungen prüfen, Szenarien simulieren und finale Entscheidungen treffen. So validiert beispielsweise ein Automobilzulieferer die Vorschläge der KI für den Einkauf neuer Komponenten, bevor die Bestellung ausgelöst wird. So lassen sich Produktionsstopps durch falsche Bauteile verhindern und Lagerkosten optimieren. Gleichzeitig ermöglicht dieser Ansatz, dass die Systeme mit den einzelnen Prozessen stetig dazulernen und so schrittweise mehr Verantwortung übernehmen können. Die Mitarbeiter behalten stets die Kontrolle.

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Kontrolle statt Blackbox

Autonome Systeme treffen Entscheidungen zwar schnell, sind aber nicht unfehlbar. Human-in-the-Loop stellt sicher, dass die einzelnen Entscheidungen regulatorische Anforderungen erfüllen, indem Mitarbeiter alle Schritte nachvollziehen und validieren. In einem Maschinenbauunternehmen überprüfen beispielsweise Ingenieure die KI-Vorschläge zur Anpassung von Produktionsparametern. So bleiben sowohl die Qualität der gefertigten Teile als auch die Sicherheit jederzeit gewährleistet. Die Kombination aus automatischer Analyse und menschlicher Kontrolle erhöht das Vertrauen, die Transparenz und Akzeptanz der Systeme.

Diversität für bessere Prognosen

Die Ergebnisse eines KI-Modells spiegeln die Daten und Perspektiven wider, mit denen es trainiert wurde. Ein Human-in-the-Loop-Ansatz in der Produktion hilft dabei, blinde Flecken zu vermeiden. Bei der Produktionsplanung können Teams aus verschiedenen Fertigungsbereichen etwa prüfen, ob die KI-Prognosen alle praktischen Besonderheiten berücksichtigen – beispielsweise unterschiedliche Produktionsverfahren, Spezialaufträge oder seltene Maschinenkombinationen. So sorgt die Vielfalt der Erfahrungen dafür, dass die Planung praxisnah und zuverlässig bleibt.

Produktivität, Innovation und Resilienz

Human-in-the-Loop kann Personalengpässe abfedern. Wenn die KI einfachere Aufgaben übernimmt oder Analysen und mögliche Szenarien liefert, haben Mitarbeiter mehr Zeit, sich auf wichtige Aufgaben zu konzentrieren. Dieses Zusammenspiel steigert die Effizienz, eröffnet Innovationspotenziale und ermöglicht auch in kritischen Situationen wie Ausfällen in der Lieferkette flexible Reaktionen.

„Künstliche Intelligenz ist nicht dazu da, dem Menschen alle Entscheidungen abzunehmen, KI-Agenten sind auch keine magischen Alleskönner“, betont Stefan Issing, Presales Director DACH bei IFS. „Ihr volles Potenzial entfaltet diese Technologie erst im Zusammenspiel mit menschlicher Expertise. Wer Human-in-the-Loop erfolgreich umsetzen will, sollte deshalb auf ein strukturiertes Change Management setzen, den Mitarbeitern die Vorteile klar vermitteln und mögliche Ängste frühzeitig adressieren.“ Jürgen Frisch