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Unternehmen fordern ChatGPT & Co. aus der EU

Die deutsche Wirtschaft sieht sich aktuell besser auf generative Künstliche Intelligenz (GenAI) vorbereitet als 2024. Unternehmen verlangen aber Anwendungen aus Europa und plädieren für mehr Regulierung. Das zeigt eine aktuelle Marktstudie.

Chatgpt Künstliche Intelligenz
© nuttapong punna, istockphoto.com

GenAI made in Europe: Deutschland und die EU spielen im weltweiten Rennen rund um Künstliche Intelligenz (KI) nicht die erste Geige. Das soll sich ändern. Im Februar kündigte die Europäische Union auf dem KI-Gipfel in Paris umfangreiche Investitionen in die Technologie an. Ziel ist es, im globalen Wettbewerb aufzuholen und Europas technologische Souveränität zu stärken. Mit einem klaren Fokus auf sichere und ethische Künstliche Intelligenz sollen diese Investitionen Europa zudem zur weltweiten Führungsrolle verhelfen.

In GenAI Impact Report untersucht der IT-Dienstleister adesso, wie deutsche Unternehmen Deutschland und Europa aktuell in Sachen generativer Künstlicher Intelligenz einschätzen, wie fit sie sich selbst sehen und welche Rolle diese Technologie inzwischen in ihrem Arbeitsalltag spielt. Im Auftrag von adesso hat das Marktforschungsunternehmen Heute und Morgen für diese Studie im Februar 2025 insgesamt 400 Führungskräfte in Deutschland zu GenAI und ChatGPT befragt.

Vier Ergebnisse stechen aus der Umfrage heraus:

GenAI made in Europe
Für 71 Prozent der von adesso befragten Unternehmen ist es ‘wichtig’ oder ‘sehr wichtig’, dass die von ihnen eingesetzten Anwendungen rund um generative Künstliche Intelligenz in Europa entwickelt wurden. (Quelle: adesso)

1. Unternehmen warten auf „GenAI made in Europe“

Die Befragten senden ein klares Signal für den Bedarf an europäischen Alternativen. Für 71 Prozent ist es wichtig oder sehr wichtig, dass die GenAI-Anwendungen, die ihr Unternehmen nutzt oder nutzen könnte, in der Europäischen Union entwickelt wurden. Damit zeigen sie ein großes Bewusstsein für digitale Souveränität und den starken Wunsch, sich nicht von außereuropäischen Anbietern abhängig zu machen.

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2. Regulierung ist ein notwendiges Instrument

Die Mehrheit der Befragten befürwortet eine stärkere Regulierung von Anwendungen wie ChatGPT: 48 Prozent stimmen dem „eher“ zu, 20 Prozent sogar „voll und ganz“. Diese Zahlen zeigen, dass Unternehmen Regulierung nicht nur akzeptieren. Viele betrachten sie als notwendiges Instrument, um verantwortungsvoll mit Künstlicher Intelligenz umzugehen und Risiken zu kontrollieren.

3. Die GenAI-Stimmung in Deutschland hellt sich auf

Die Befragten schätzen die Vorbereitung der deutschen Wirtschaft auf GenAI deutlich besser ein als im vergangenen Jahr. 31 Prozent bewerten sie aktuell als gut oder sehr gut – gegenüber 11 Prozent im Jahr 2024. Die Schattenseite: Jeder Dritte bewertet die Situation auch im Jahr 2025 nur als ausreichend oder sogar mangelhaft.

4. Die GenAI-Fitness der Unternehmen steigt

Auch sich selbst sehen die Unternehmen inzwischen besser auf Generative Künstliche Intelligenz vorbereitet. Der Anteil der Firmen, die sich gut oder sehr gut gerüstet fühlen, stieg gegenüber dem Vorjahr von 31 Prozent auf 50 Prozent. Auf der strategischen Ebene kommen ChatGPT & Co. allerdings erst zaghaft in den Unternehmen an. Lediglich 59 Prozent haben bereits eine Strategie für den Umgang mit dieser Technologie entwickelt. 18 Prozent von diesen Unternehmen berücksichtigen bislang ausschließlich klassische Künstliche Intelligenz.

 

„Deutsche Unternehmen fühlen sich inzwischen recht gut für generative Künstliche Intelligenz aufgestellt“, erläutert Benedikt Bonnmann, Mitglied des Vorstands der adesso SE und verantwortlich für den Bereich Künstliche Intelligenz. „Unser Report macht auch den Bedarf an europäischen Lösungen sichtbar, die das Zeug haben, sichere und ethische GenAI-Anwendungen zu werden.“ Jürgen Frisch