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Industrie 4.0 braucht Business Process Management

Komplexe Abläufe sind eine große Herausforderung für Industrie 4.0. Mit Business Process Management lassen sich solche Prozesse auf das nächste Level heben, argumentiert der Business-Transformation-Spezialist Signavio.

Quelle: vectorfusionart | Adobe Stock

Optimierung: Im Rahmen von Industrie 4.0 lassen sich Produktionsprozesse effektiver und kosteneffizienter gestalten. Erfolgsfaktor für die dazugehörigen Anwendungen und Technologien ist ein professionelles Geschäftsprozessmanagement, das die Organisation auf disruptive Veränderungen vorbereitet und von allen Stakeholdern getragen wird. Eine starke Prozessausrichtung bildet die Basis dafür, dass Unternehmen die Möglichkeiten von Industrie 4.0 erfolgreich nutzen.


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Für den Erfolg jedes Fertigungsunternehmens sind drei grundlegende Parameter entscheidend: Personal, Kapital und Material. Bei einem effizienten Produktionsprozess spielen diese drei Parameter optimal zusammen. Eine Organisation kann dann schnell auf verschiedene Anforderungen reagieren, egal, ob sie einem internen Ressourcenmangel gegenübersteht, neue technologische Entwicklungen adaptiert oder sich den dynamischen Ansprüchen des Marktes stellt.

An dieser Stelle kommt Business Process Management ins Spiel. Diese Variante der Prozesssteuerung hilft produzierenden Unternehmen aller Größen dabei, relevante Prozesse rund um das Kapital, Personal und Material zu dokumentieren, zu analysieren, zu modellieren und zu optimieren. Darüber hinaus lassen sich mit Business Process Management Arbeitsabläufe automatisieren, koordinieren und synchronisieren. Eine perfekte Methode, um die Effizienz von produzierenden Unternehmen zu erhöhen und Industrie-4.0-Projekte erfolgreich zu gestalten. Ein Framework für Business Process Management und eine intelligente Ablaufsteuerung bieten Industrie-4.0-Unternehmen zahlreiche Vorteile:

  • die Konzeption, Simulation und Überwachung von Prozessen
  • die Ermittlung von Optimierungspotenzialen, etwa in der Bestandsverwaltung
  • die Identifizierung von Engpässen in der Produktion
  • die Messung und Verkürzung von Durchlaufzeiten
  • die Überwachung der Ende-zu-Ende-Prozessleistung
  • die Durchführung kontinuierlicher Wertstromanalysen auf Basis von Daten und Fakten
  • die Optimierung des Produktzyklusmanagements
  • die Ausrichtung von Unternehmensstrategien an innovativen Geschäftsmodellen
  • die Förderung des kollaborativen Prozessmanagements bei allen Stakeholdern einer Organisation

Über ein effektives Business Process Management können Fertigungsunternehmen zudem Prozesse sowohl vertikal als auch horizontal definieren. Eine vertikale Herangehensweise kann etwa bedeuten, dass alle Aktivitäten von der Bereitstellung der Rohstoffe bis zur Herstellung des finalen Produktes kontinuierlich überwacht werden, etwa hinsichtlich Wareneingang, Lagerverwaltung oder Distribution. Mittels eines horizontalen Ansatzes lassen sich die komplexen Abläufe rund um Personal, Kapital und Material analysieren und optimieren.

In Summe spielt Prozessmanagement bei Industrie 4.0 eine wichtige Rolle, da die gewonnene Effizienz aus der Vernetzung von Maschinen und intelligenten Systemen in Ende-zu-Ende-Prozessen umgesetzt werden muss. jf


Über den Autor

Gerrit de Veer ist beim Prozess-Spezialisten Signavio Senior Vice President Middle and Eastern Europe.