Fehlerfrei in nur 24 Stunden geliefert – das garantiert die Soennecken eG, eine Handelskooperation für Büroprodukte im deutschsprachigen Raum. Damit einher gehen hohe Anforderungen an die Bedarfsplanung und die Disposition für mehr als 25.000 Artikel. Um die manuelle Parametrisierung zu reduzieren, setzt Soennecken auf eine KI-gestützte Disposition mit cloudbasiertem Bestandsmanagement und Absatzprognosen auf Basis Künstlicher Intelligenz.
Soennecken ist eine Handelskooperation für Produkte und Dienstleistungen rund ums Büro mit rund 460 Partnerbetrieben. Neben einem umfangreichen Produktsortiment bietet die Genossenschaft leistungsfähige Logistik- und Großhandelsservices an. Der Wechsel auf die cloudbasierte Disposition von REMIRA soll das Bestandsmanagement technologisch auf die nächste Stufe heben. Die Lösung kombiniert bewährte Funktionen für Disposition und Bestandsoptimierung mit Absatzprognosen auf Basis Künstlicher Intelligenz. Maschinelles Lernen liefert präzise und verlässliche Prognosen. Dadurch reduziert die Handelskooperation Sicherheitsbestände, bindet vergleichsweise wenig Kapital und gewährleistet dennoch eine hohe Warenverfügbarkeit.
Maschinelles Lernen verbessert Prognosen
Die Funktion AI-Forecasts, die Soennecken nutzt, ist Teil der Cloud-Version der REMIRA Dispo-Software. Die Lösung kombiniert Prognosemodelle mit Dispositionsprozessen und stimmt Bestände auf die erwartete Nachfrage ab. Gerade bei anspruchsvollen Artikeln wie Neueinführungen, Anlaufphasen sowie sporadischen oder stark schwankenden Absätzen zeigt sich der Vorteil deutlich. Hier verbessern sich die Prognosen im Vergleich zur Vorgängergeneration um bis zu 15 Prozent. Das wirkt sich direkt auf Bestände, Lieferfähigkeit und Umsatz aus, wie Björn Endres, Projektmanager Bestandsmanagement bei der Soennecken eG, erklärt: „Unser Ziel mit den KI-Prognosen war es nicht, sofort bessere Zahlen zu erreichen – sondern langfristig eine bessere Steuerbarkeit. Dazu gehört es, klassische Verfahren abzulösen und zudem auch die manuelle Parametrisierung zu reduzieren.”
Für den Erfolg des KI-Projekts ist die Schulung der Mitarbeiter wichtig. Soennecken hat dafür gemeinsam mit REMIRA eine Roadmap erarbeitet, die sich auf Vertrauen und eine hohe Transparenz stützt: „Wir lassen aktuell die klassischen Prognosen und die KI-Prognosen parallel laufen, damit alle Beteiligten ein Gefühl für diese Technologie entwickeln“, erklärt Endres. „Akzeptanz entsteht nicht durch Algorithmen – sondern durch Erfahrungswerte.“
Enorme Entlastung im Tagesgeschäft
Bei den Mitarbeitern setzt REMIRA-Software für Absatzprognose und Bestandsmanagement Kapazitäten frei– zum Beispiel für die Steuerung von Lieferfähigkeiten oder Bestandsausnahmen. Besonders deutlich zeigt sich dieser Mehrwert am Lagerstandort in Melsdorf, der vor einigen Jahren fast spiegelbildlich zum Logistikzentrum in Overath errichtet wurde. „Obwohl sich durch den zusätzlichen Lagerstandort die Arbeit faktisch verdoppelt hat, mussten wir in der Disposition nur einen zusätzlichen Mitarbeiter einstellen“, erklärt Björn Endres. „Der hohe Automatisierungsgrad hat eine deutliche Entlastung zur Folge.“
Ein weiteres Plus an Effizienz erreicht Soennecken durch die an die REMIRA-Software angeschlossenen AutoStore-Einheiten. Dieses automatische Lagersystem optimiert die vorhandene Lagerkapazität, ohne dass zusätzliche Flächen nötig sind. Im Betrieb werden Kunststoffbehälter auf einer Aluminiumkonstruktion gestapelt und von dort automatisch mit Robotern transportiert. Diese Behältereinheiten sind alle mit einer Dispositionslogik in die REMIRA-Lösung integriert. Die Software erhält stets die Information, wie viel jeweils in einen Viertel-, Halb- und Ganzbehälter von AutoStore passt. Das System verwendet dann die jeweils sinnvollste Einheit für das Berechnen der Bestellmenge.