Die Eurobaustoff Zentrallager Nord GmbH & Co. KG sichert die Warenverfügbarkeit für mehrere Gesellschafter der Baustoff-Kooperation. Für straffe Bestände und eine effiziente Logistik sorgt eine Software mit Künstlicher Intelligenz, die bald komplett in der Cloud läuft.

KI im Bestandsmanagement: Rund 250 Lieferanten verwaltet das Eurobaustoff Zentrallager Nord mit der Bestandsmanagement-Lösung von Remira. Die On-Premises-Lösung ist dort seit 2014 im Einsatz. Die Entscheidung für Remira fiel damals, weil das vorherige System mit den Anforderungen des Unternehmens nicht mehr mithalten konnte. Remira überzeugte unter anderem durch die zahlreichen Möglichkeiten bei der Konfiguration, erinnert sich Simeon Spies, der die IT und das Controlling am Zentrallager Nord leitet und beim Implementieren dabei war: „Schon im ersten Gespräch haben wir gesagt, wie wir uns die Konfiguration vorstellen. Genauso wurde es dann auch umgesetzt – ohne Komplikationen. Bis heute wurde alles eingehalten, was uns damals versprochen wurde.“
Das Eurobaustoff Zentrallager Nord agiert als Logistikdienstleister für den Baustoffgroßhandel. Täglich werden von dort aus 62 Gesellschafter an 189 Standorten mit Baustoffen jeglicher Art beliefert. Effiziente Logistikketten sichern die Warenverfügbarkeit an den Gesellschafterstandorten in Norddeutschland. Die Entscheidung für Remira hat sich schnell bezahlt gemacht, wie Spies feststellt: „Wir konnten unsere Prozesse stark verbessern und beschleunigen. Mit einigen Lieferanten läuft die Disposition inzwischen vollständig automatisiert.“
Disposition für Einzelstücke und LKW-Ladungen
Die Geschwindigkeit der Abläufe ist ein großer Mehrwert, den KI im Bestandsmanagement für das Eurobaustoff Zentrallager Nord ermöglicht. Das Handling hat hier nämlich eine große Besonderheit. Das Unternehmen kauft bei den Lieferanten ganze Ladungen ein und kommissioniert sie dann auf kleinere Losgrößen herunter – bis hin zu Einzelstücken. Die Parameter der Disposition müssen also stets genau festgelegt werden. „Der Bau-Turbo der Bundesregierung hat bislang noch nicht so recht gezündet“, erklärt Spies. „Deswegen werden wir von den Gesellschaftern aktuell gerne für kleinere Positionen als für ganze LKW frequentiert. Da sind wir auf ein System angewiesen, das unsere Prozesse auch bei kleiner werdenden Losgrößen beschleunigt.“
Das Eurobaustoff Zentrallager Nord nutzt in der Remira-Lösung beispielsweise die Funktionalität des Auffüllens. Fehlt eine Position im Lager, startet automatisch eine Bestellung. „Das konnte das alte System nicht leisten“, erinnert sich der Leiter von IT und Controlling. Allerdings berge diese Vorgehensweise das Risiko eines möglichen Überbestands. Der Ausweg sind dann manuelle Eingriffe. „Zum Ende von Corona haben wir die Automatisierung drastisch heruntergefahren. Diese Marktsituation konnte das System nicht kennen.“
Schon bald könnte die Bestandsmanagementsoftware bei der Eurobaustoff Zentrallager Nord GmbH & Co. KG auch außergewöhnliche Ereignisse intelligent einkalkulieren. Das Unternehmen hat sich für den Umstieg auf die neue SaaS-Version der Remira Bestandsmanagementsoftware entschieden. Software-as-a-Service (SaaS) bezeichnet ein Modell, bei dem eine Anwendung vollständig über die Cloud bereitgestellt wird und sich der Software-Hersteller um Betrieb, Wartung und die Sicherheit der Infrastruktur kümmert. Noch läuft die Remira-Software für das Baustoff-Lager im hybriden Betrieb.
KI im Bestandsmanagement verbessert Forecasts
Bei der Entscheidung für den Wechsel auf die aktuelle Version und das neue Betriebsmodell standen zwei Aspekte im Vordergrund: Einerseits die Verlässlichkeit und andererseits die Zukunftsvision des Software-Anbieters. Die mit Künstlicher Intelligenz gesteuerten Forecasts von Remira bergen ein enormes Automatisierungspotenzial, wie Quentin Gabriel, Systemadministrator in der IT beim Eurobaustoff Zentrallager Nord berichtet: „Vor allem bei Sonderfällen ist mit dem AI-Forecast auf Dauer eine sehr hohe Automatisierung möglich. Damit das klappt, analysieren wir gerade die vorhandenen Daten, um sie später in die Prognosen einfließen zu lassen.“
Dass die Künstliche Intelligenz in das bekannte System von Remira integriert wird, sieht Gabriel als Vorteil. „Wir können so einen sehr flüssigen Übergang gestalten und sind nicht dazu gezwungen, von heute auf morgen auf ein anderes Modell umzusteigen. Wir haben dabei nicht das Risiko, dass irgendwas plötzlich nicht mehr so funktioniert wie vorher.“
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Die Cloud-Migration erfolgt in zwei Phasen
Der Übergang in die Cloud erfolgt in zwei Phasen. Während der Startschuss für die Hybrid-Version bereits im Februar dieses Jahres fiel, ist die komplette Umstellung auf den SaaS-Betrieb für Januar 2028 geplant. Damit sichert sich das Unternehmen nicht nur die technologische Kontinuität, sondern profitiert auch aktuell von den AI-Forecasts von Remira. Jürgen Frisch


